lx factory – ein mekka für graffities

 

auf einem ehemaligen fabrikgelände im stadtteil alcantara entstand ein kultur- und kreativzentrum.

in der alten industriearchitektur haben sich kreativbüros, designer, modeläden, ein sehr schöner buchladen und viele lokale angesiedelt.

unser favorit die sushi factory! www.facebook.com/sushifactorylisboa

 

 

 

es gibt ständig konzerte und andere events.

mit der organisation wool entstand ein graffiti programm für das ganze gelände,

das bei festivals immer wieder verändert wird.

rua rodrigues faria 103

 

marc – la radio

es gibt sie noch – die läden, die niemand erwartet.
bei einem bummel in paris zwischen den grands boulevards
und dem montmartre, treffen wir in der rue crétet auf solch ein juwel. das schaufenster der phono galerie besteht aus dem blick in das bis auf den letzten zentimeter mit alten grammophonen und walzengeräten vollgestellte geschäft.

man hat ein gefühl wie in alice im wunderland.
vorsichtig schlängle ich mich durch die schmalen gänge.
hier stehen geräte aus zeiten seitdem es reproduzierbare musik gibt. walzengrammophone, schellackgrammophone, hifigeräte aus analog-zeiten, auch die phonokoffer der
50er bis 80er jahre sind vertreten. ich habe so eine vage erinnerung an die strände der 70er jahre, als sie von den jungs mit ans meer genommen wurden. auch die dazugehörenden tonträger sind in hülle und fülle vorhanden, schellacks, vinyls, walzen.

plakate und werbefiguren dürfen nicht fehlen.
josephine baker in typischem bananenröckchen steht neben
dem jack russel terrier von “his masters voice”.

jalal aro, der besitzer des geschäfts erzählt von seiner internationalen kundschaft.
“die walzen verkaufe ich in die ganze welt, kunde ist wer ein abspielgerät hat”. ich war erstaunt über die deckenhohen regale, voll mit schachteln dieser fast schon antik zu nennenden tonträger.
ein altes werbeplakat für grammophone, auf dem papageien
und ein kakadu den klängen lauschen erregt meine aufmerksamkeit und veranlasst jalal eine geschichte zu erzählen.

” mein freund marc hatte einen wunderschönen papagei,
der aber leider trotz all seiner bemühungen nicht sprechen wollte. eine tierpsychologin gab ihm den rat, doch tagsüber, wenn er ausser haus ist, das radio laufen zu lassen, damit sich der papagei an die stimmen gewöhnen könne. marc liess also schon seit drei wochen das radio tagsüber laufen. eines morgens war er sehr in eile und war schon an der haustüre, auf das radio hatt er vergessen. da tönte es aus dem wohnzimmer “marc – la radio”. der papagei hatte sprechen gelernt und sich auch den namen seines herrchens eingeprägt – dank dem radio”

die phonogalerie verfügt über eine informative website,
die neben allen erdenklichen produkten auch veranstaltungen rund um das thema musik, instrumente, jazz etc. verlinkt

http://www.phonogalerie.com/